Letzte Aktualisierung der Seite:  26.01.2021

 

29.09.2015 und 03.10.2015 - 04.10.2015 - Erneute Unterstützung bei Flüchtlingshilfe

Seit dem 22.09.2015 ist der Ortsverband Freising im Rahmen der Flüchtlingshilfe, genauer beim Bau des sog. Warteraums für Flüchtlinge im Fliegerhorst Erding für 5.000 Menschen extrem stark eingebunden. Zahlreiche erwachsene Helfer aus Freising und den umliegenden Ortsverbänden leisten bereits seit Tagen ein erhebliches Arbeitspensum um verschiedenste Holzkonstruktionen für Behausungen und die notwendige Infrastruktur wie Strom, Wasser und Abwasser zu errichten.

Bei den vielen Aufgaben die es gilt zu erledigen, will sich natürlich auch die Jugendgruppe beteiligen um ihren Beitrag an der sozialen Verantwortung zu übernehmen. So nutzte die Jugendgruppe die reguläre Ausbildungszeit am Dienstagabend den 29.09. und die beiden Wochenendtage des 03.10. und des 04.10. um kräftig mit anzupacken. Da eine Unterstützung im rückwertigen Bereich beim Aufbau derartiger Projekte nicht mit unmittelbaren Gefahren verbunden ist - und im kontrollierten Umfeld stattfindet - steht einer Beteiligung der Jugendgruppe bei solchen Unterstützungsaufgaben nichts im Wege. Ein Mitwirken der Jugendlichen bei derartigen Großprojekten stärkt ungemein das Selbstwert- und Zugehörigkeitsgefühl zum „großen“ THW, was sie auch in Hinblick auf ihr späteres THW-Leben ungemein motiviert. Frei nach dem Moto: „Auch der kleinste vermag es, einen riesen Beitrag zu leisten“.

Am Dienstag durfte die Jugendgruppe beim Bau von Vertäfelungen für die Außenfassaden der Behausungen unterstützen. Hierbei wurden die Jugendlichen in verschiedene Teams aufgeteilt, um an vorbereiteten Lehren Vertäfelungen in einer Art modularen Bauweise zu fertigen. Ausgestattet mit Akkuschraubern und Schrauben wurden Holzbretter in die Lehren gelegt, so dass sich diese überlappten um anschließend zusammen geschraubt zu werden. Die Vertäfelungen in einer Länge von bis zu 4,80 Meter, jeweils 80cm hoch wurden anschließend auf Europaletten gelegt, damit diese weiter zu den Behausungen transportiert werden konnten. So wurde alleine bei der Dienstagsausbildung eine große Zahl von Elementen fertiggestellt.

Den Samstag und Sonntag verbrachte die Jugendgruppe damit, die Grundkonstruktionen der Giebelwänden mit einer Beplankung, bestehend aus einer Schicht Pressspannplatten und einer darüber liegenden Schicht Rigipsplatten, zu verschließen. Die Grundkonstruktion besteht aus großen Holzbalken, welche liegend am Boden mit langen Holzbrettern montiert, Öffnungen für Fenster, Türen und einer Durchführung für die Ketten beim Aufstellen eingebracht und abschließend mit dem Kran des THW Freising aufgestellt wurden. So schaffte es die Jugendgruppe jeweils an beiden Tagen eine vollständige Giebelwand fertig zu stellen, was schon deshalb eine extrem respektable Leistung ist, weil Bergungsgruppen mit erwachsenen Helfern im Regelfall auch nicht mehr schafften.

Text: Stefan S. und Michael W.
Fotos: THW-Jugend Freising